Teresa Burga, La Equilibrista, 2020, © Estate Teresa Burga & Galerie Barbara Thumm

Lygia Clark in YOYI! Care, Repair, Heal

Der Titel der Gruppenausstellung im Gropius Bau scheint ein Vorschlag zu sein, sich mit einigen der Katastrophen auseinanderzusetzen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist. Es gibt 26 künstlerische Positionen, die zu uns über die Politisierung der Gesundheit, indigene Wissenssysteme, gerechte Landnutzung und -verteilung, Dekolonisierung, Formen der (Wahl-)Verwandtschaft und die Rechte des Nicht-Menschlichen sprechen, die alle mit unterschiedlichen Konzepten von Fürsorge, Wiedergutmachung und Heilung verknüpft sind.

Zu den vorgestellten künstlerischen Strategien gehört das Werk "Red de Elásticos", 1974, der brasilianischen Künstlerin Lygia Clark. Das Netz wurde von den Studenten der Malerin und Bildhauerin an der Universität Sorbonne gewebt. Clark, die auch als Pionierin der interaktiven Kunst in ihrem Land bekannt ist, sagt über ihre Arbeit: Durch die Erfahrungen, die ich 1974 mit meinen Studierenden, gemacht habe, sind wir zu dem gekommen, was ich als „Körper-Kolektiv“ bezeichne, was der Austausch von psychischen Inhalten zwischen Menschen aus der Gruppenerfahrung gemeinsamer Thesen ist. 

YOYI ist der Name einer zeremoniellen Zusammenkunft mit Gesang und Tanz, die für die Kultur der Tiwi im Norden Australiens von zentraler Bedeutung ist. YOYI! Care, Repair, Heal bezieht sich auf diesen Ausruf. 

Gerrard, John, Western Flag (Spindeltop Texas), 2017

Teresa Burga. Die Seiltänzerin.

Museum für moderne Kunst Weserbug, Teerhof 20, 28199 Bremen
06. August bis 09. November 2022