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©Nicole L'Huillier. Performance "Overture" 29.01.2026, Schering Stiftung, Berlin. Foto: Luis Kürschner



Heißer Start in den Kunstsommer
 

So sieht der Start in einen heißen Kunstsommer aus: Die Pilgerfahrt auf die Venedig Biennale hat begonnen. Die Stadt ist voller kunstbegeisterter Menschen aus der ganzen Welt. Ich war dabei und berichte. In wenigen Tagen eröffnet die Art Basel, während in Berlin die Ausstellung der chilenischen Künstlerin Nicole L’Huillier in der Schering Stiftung zu sehen ist.

Starten wir in Venedig. Die Stadt pulsiert vor Kunst, Menschen und Ereignissen so intensiv, dass man Zeit braucht, um all diese Eindrücke überhaupt zu verarbeiten.

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Zeit für einen kurzen Ausflug auf den Lido.

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Das Grand Hotel des Bains ruft selbst in seinem verlassenen Zustand die Erinnerung an die Schönheit, Dekadenz und das Begehren hervor, die Thomas Manns Novelle Der Tod in Venedig bestimmen. Sie begleiten mich bis hinein in die 61. Biennale-Hauptausstellung „In Minor Keys“.

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©Spain Los Restos. Commissioners: AECID (Spanish Agency for lnternational Development and Cooperation) and AC/E (Acción Cultural Española). Curator: Carles Guerra. Exhibitor: Oriol Vilanova. Venue: Giardini

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©Spain Los Restos. Commissioners: AECID (Spanish Agency for lnternational Development and Cooperation) and AC/E (Acción Cultural Española). Curator: Carles Guerra. Exhibitor: Oriol Vilanova. Venue: Giardini

Sowohl in den Giardini als auch im Arsenale, wo sich In Minor Keys entfaltet, geht es um ein „WIR“. Mit diesem „WIR“ meine ich uns Menschen als Teil der Natur und unsere Beziehung zur Erde, zu ihren Ressourcen und zu unserem spirituellen Selbst. Hier einige Eindrücke und künstlerische Positionen aus Koyo Kouohs kuratorischer Vision.

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©CELIA VASQUEZ YUI. 1960, Pucallpa, Peru Lives in Pucallpa. Venue: Asenale

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©BRAZIL. Comigo ninguém pode. Commissioner: Andrea Pinheiro, President Fundação Bienal de São Paulo; Curator: Diane Lima; Adriana Varejão. Venue: Giardini

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©GERMANY. Ruin. Commissioner: ifa – Institut für Auslandsbeziehungen; Curator: Kathleen Reinhardt; Exhibitors: Henrike Naumann, Sung Tieu. Venue: Giardini

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©ARGENTINA. MONITOR YIN YANG. Commissioner: Directorate for Cultural Affairs, Ministry of Foreign Affairs, International Trade and Worship; Curator: Josefina Barcia; Exhibitor: Matías Duville. Venue: Arsenale

María Magdalena Campos-Pons zeigt „Anatomy of the Magnolia Tree for Koyo Kouoh and Toni Morrison“ (2026). Das ist ein Denkmal in Form einer Blume. Acht hohe Tafeln zeigen Porträts von Morrison, der ersten schwarzen Frau, die den Nobelpreis für Literatur erhielt, und Kouoh, der ersten afrikanischen Frau, die die Biennale kuratierte. Sieben Skulpturen aus Harz und Glas stellen Formen der Magnolie dar, der ikonischen Blume des amerikanischen Südens. Verankert in der Solidarität schwarzer Frauen, verbindet das Werk seine Protagonistinnen über Disziplinen, Generationen und geografische Grenzen hinweg.

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©CZS. María Magdalena Campos-Pons, „Anatomy of the Magnolia Tree for Koyo Kouoh and Toni Morrison“ (2026)

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©CZS. María Magdalena Campos-Pons, „Anatomy of the Magnolia Tree for Koyo Kouoh and Toni Morrison“ (2026)

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©CZS. María Magdalena Campos-Pons, „Anatomy of the Magnolia Tree for Koyo Kouoh and Toni Morrison“ (2026)

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©CZS. María Magdalena Campos-Pons, „Anatomy of the Magnolia Tree for Koyo Kouoh and Toni Morrison“ (2026)

Die kubano-amerikanische Künstlerin ist nicht nur auf der Biennale präsent: Am 18. Juni 2026 wird María Magdalena Campos-Pons auf dem Messeplatz der Art Basel in einem Gespräch mit Azu Nwagbogu zu erleben sein. Nwagbogu gehört zu den international anerkannten Kuratoren, die neue Modelle des Engagements in den Bereichen Dekolonialisierung, Restitution und Rückführung entwickeln. Das Gespräch verspricht spannende Perspektiven auf aktuelle kulturelle und gesellschaftliche Fragestellungen.

Hinreißende Arbeiten von Rafael Lozano-Hemmer, Jorge PardoRodrigo Andrade und Milena Muzquiz werden ebenfalls auf der Art Basel zu sehen sein.

Zum Schluss möchte ich die Ausstellung Rehearsal Room der chilenischen Künstlerin Nicole L’Huillier in der Schering Stiftung empfehlen.

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©CZS. Nicole L'Huillier. Rehersal Room. Schering Stiftung, Berlin

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©CZS. Nicole L'Huillier. Rehersal Room. Schering Stiftung, Berlin

©Porträt Nicole L'Huillier. Foto: Patricia Chaparro

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Zwischen Klang, künstlicher Intelligenz, Schlafprozessen und Resonanz erschafft die Schau einen immersiven Erfahrungsraum, der Kunst und Wissenschaft auf eindrucksvolle Weise verbindet und uns dazu einlädt, Körper, Wahrnehmung und Bewusstsein neu zu erfahren.

Nicole L’Huillier

Rehearsal Room

Schering Stiftung Berlin

24. April bis 5. Juli 2026

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